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Multiples Myelom

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Meine Erfahrungen mit der Thrombozytenspende

Ende des letzten Jahres erhielt ich vom Blutspendezentrum St. Gallen einen Brief. Darin wurde über die Thrombozytenspende und deren Ablauf informiert. Obwohl ich seit längerer Zeit als Knochenmarkspenderin registriert bin und regelmässig Blut spende, wusste ich vorher gar nichts über diese Möglichkeit zu helfen.

Die Neugierde war geweckt und so vereinbarte ich einen Termin mit dem Blutspendezentrum und wurde dort vom Arzt und der Schwester nochmals genau über den Vorgang informiert.

Vor der eigentlichen Spende misst die Schwester den Blutdruck und kontrolliert die Blutwerte. Und wie vor jeder Blutspende auch, fülle ich einen Fragebogen zu meiner Gesundheit aus. Dann darf ich ins Bett steigen und es mir dort gemütlich machen.

Die Schwester legt eine Kanüle in meine Vene und durch den angehängten Schlauch fliessen drei Deziliter von meinem Blut in eine Maschine. Dort wird es gerinnungsunfähig gemacht, und in einer Zentrifuge geschleudert. So werden die Thrombozyten gewonnen. Die übrigen Bestandteile meines Blutes werden durch den gleichen Schlauch in meinen Körper zurückgeführt. Dieser Vorgang wiederholt sich 6-8 Mal. Von all dem spüre ich nicht sehr viel. Nur den Einstich der Kanüle und manchmal ein leichtes Kribbeln an den Lippen, wenn das Blut zurückläuft. Letzteres wird vom Anti-Gerinnungsmittel verursacht.

All dies dauert ca. zwei Stunden. Ich nehme jeweils ein Buch mit und geniesse es, einmal so lang am Stück zu lesen. Im Raum steht auch ein Fernseher. Wer Lust hat, kann mit Kopfhörern einen Videofilm anschauen. Einmal hat ein Bettnachbar von mir seinen Mittagsschlaf während der Thrombozytenspende gehalten.

Während der Spende trinke ich jeweils Mineralwasser und auch schon wurden wir von der Schwester mit "Basler Läckerli" verwöhnt. Nach einer Stärkung mit Sandwich und Kaffee verabschiede ich mich. Ich weiss, dass ich in ca. 8-12 Wochen wieder für eine Spende angefragt werde.

Es gibt nichts Schöneres, als ein wenig Zeit zu verschenken!

Rosmarie aus Romanshorn

 

Anmerkung:

Bereits seit fünf Jahren macht die SFK im jährlichen "Hand in Hand" auf den Bedarf an Thrombozyten-Spenden aufmerksam.
Typisierte Spender haben mir ihr Bedürfnis gemeldet, nicht untätig warten zu wollen, bis sie - wenn überhaupt - zur Knochenmarkstammzellspende aufgerufen würden.
Sollte diese Ungeduld auch Sie packen, so zögern Sie bitte nicht. Melden Sie Ihre Bereitschaft Ihrem Blutspendezentrum oder erkundigen Sie sich bei der SFK. Auch in bestimmten Spitälern kann man Thrombozyten spenden.